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Arbeiten auf Teneriffa – die Sozialversicherung

Natürlich gibt es auch in Spanien ein Sozialversicherungssystem, welches sich allerdings deutlich vom Deutschen unterscheidet. Für Ihre Arbeit auf Teneriffa und den restlichen Kanaren ist es notwendig, dass Sie zumindest in den wichtigsten Zügen wissen, wie dieses angelegt ist. Dazu sei erwähnt, dass die spanische Sozialversicherung in zwei Systeme aufgeteilt ist, wobei für Sie als Arbeitnehmer in erster Linie das Régimen General oder auch allgemeine System wichtig ist, denn über dieses System sind Sie versichert. Die speziellen Systeme, oder auch Régimenes Especiales, sind der zweite Zweig und werden überall dort angewandt, wo der spanische Staat Sonderregelungen braucht. Aber konzentrieren wir uns auf das allgemeine System.

Nach diesem sind alle in Spanien arbeitenden Personen pflichtversichert, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und in Spanien ihren festen Wohnsitz haben. Die ausgeübte Tätigkeit darf nicht selbstständig sein. Für in Spanien arbeitende Ausländer kann es je nach Vertrag Ausnahmen geben, in der Regel fallen aber auch diese mit in diesen Bereich der spanischen Sozialversicherung.

Wichtig ist hierbei die Formulierung unselbstständig. Sie umfasst im spanischen Recht neben den Arbeitnehmern im Arbeitsrecht auch andere Gruppen, so dass auch leitende Angestellte, die nicht unter das allgemeine Arbeitsrecht fallen, unregelmäßig oder auch zeitweise beschäftigte Personen, Heimarbeiter und einige weitere Berufsgruppen, wie zum Beispiel Handelsvertreter, die unselbstständig arbeiten, mit zum allgemeinen Sozialversicherungssystem gehören.

Es gibt bei der Versicherungspflicht natürlich auch Ausnahmen. Ehegatten, Kinder, Eltern und andere Verwandte bis zum zweiten Verwandtschaftsgrad oder Verschwägerungsgrad, die mit im Unternehmen des Arbeitgebers arbeiten und auch in dessen Haushalt wohnen und versorgt werden, müssen nicht versichert werden, da sie nicht als Lohnempfänger zählen. Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche Vermutung, die durch die betroffenen Personen jedoch gegebenenfalls widerlegt werden kann.

Die nächste Ausnahme stellen Personen dar, die nur gelegentliche Arbeiten als Nachbarschaftshilfe oder in Form von Freundschaftsdiensten leisten. Auch fallen alle Personen, deren Tätigkeit zur Eintragung in besondere Systeme der Sozialversicherung führt, nicht unter das allgemeine Sozialversicherungssystem.

Nach spanischem Recht gelten alle natürlichen und juristischen Personen als Arbeitgeber, die versicherungspflichtige Personen beschäftigen. Hierfür ist es absolut unerheblich, ob die Tätigkeit dieser Personen auf die Erzielung von Gewinnen ausgerichtet ist oder nicht.