Löhne und Steuern

Zunächst die schlechte Nachricht: Die Löhne auf den Kanarischen Inseln sind die niedrigsten in Spanien. Das gesamte Lohnniveau auf den Kanaren ist etwa um die Hälfte niedriger als in Deutschland. Natürlich gibt es auch hier Leute die gut verdienen, doch diese Menschen sprechen ein sehr gutes Spanisch und haben Qualifikationen, die mit denen sie auch in Deutschland zu den Besserverdienenden gehören. Wer aus Deutschland kommt und kein oder nur wenig Spanisch spricht, zählt in der Regel zu den 25% Arbeitslosen, deren Zahl seit Jahren stetig wächst oder er versucht, mit ganz wenigen Euro pro Stunde als Zettelverteiler vor Bars und Restaurants zu überleben.
Die gute Nachricht ist: Mit 800 € bis 1000 € netto kann man auf den Kanaren schon recht gut leben. Da in Spanien vom Bruttolohn - im Gegensatz zu Deutschland - nur wenig abgezogen wird, ist man ohne spanische Sprachkenntnisse mit einem Bruttolohn von 900 € bis 1200 € schon gut dabei. Siehe auch http://www.hamano.es/festanstellung-kanaren/arbeiten-teneriffa.html

Es gibt im Internet die Möglichkeit sich nach den aktuellen Mindestlöhnen zu erkundigen. Sie finden alle Informationen hierfür unter http://www.tusalario.es/main , wobei die Informationen allerdings nur auf Spanisch zur Verfügung stehen. Eine weitere Möglichkeit für das Einholen von Informationen ist die Bundesagentur für Arbeit. Diese wird Ihnen auf Anfrage gerne die aktuellen Zahlen einholen.

Bei der Einkommensteuer sieht es so aus, dass Sie dann alle Ihre Steuern auf den Kanaren entrichten müssen, wenn Sie mehr als 183 Tage im Jahr auf den Kanaren leben und dadurch Steuer-Resident werden. Wie auch in Deutschland müssen Sie auf den Kanaren Ihre Einkommenssteuererklärung abgeben. Die Einkommenssteuer wird mit der Abkürzung IRPF betitelt und hat einen Höchstbetrag von 43 Prozent, wobei der Steuersatz von Ihrem Einkommen abhängig ist. Der Mindestsatz liegt bei 24 Prozent bei Nicht- Residenten.

Wenn Sie als Nicht-Resident ein Mietobjekt in Spanien oder auf den Kanaren besitzen, durch welches Sie Mieteinnahmen haben, so müssen Sie hierfür 24 Prozent der Einnahmen an das örtliche Finanzamt abführen.

Zu den Punkten Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer müssen Sie sich auf jeden Fall persönlich beraten lassen. Beide werden in Spanien progressiv erhoben, können aber auch auf legalem Wege umgangen werden.

Das spanische Steuerrecht ist nicht weniger kompliziert als das Deutsche. Sie sollten sich für diese Dinge auf jeden Fall an einen Steuerberater wenden, da es auch hier immer wieder zu Änderungen kommen kann.