Urlaubsanspruch

Was den Urlaub angeht, so gibt es zunächst einmal eine gute Nachricht für Alle, die auf Teneriffa und den restlichen Kanaren arbeiten, denn wenn wir nicht nur vom Urlaub, sondern von freien Tagen reden, dann müssen auch die Feiertage berücksichtigt werden. Und von diesen gibt es auf den Kanaren deutlich mehr als in Deutschland. Doch konzentrieren wir uns auf die Fakten des Urlaubsanspruchs im spanischen Arbeitsrecht.

Der Urlaubsanspruch wird, ebenso wie die Arbeitszeit, im Arbeitsvertrag festgehalten. Es gibt in Spanien einen gesetzlich geregelten Mindestanspruch, der bei 30 Kalendertagen oder 20 Arbeitstagen liegt. Damit liegt der spanische Urlaubsanspruch zwar knapp über dem deutschen Urlaubsanspruch, allerdings ist das nur ein kleiner Vorteil. Im Gegensatz zum deutschen Arbeitsrecht haben Sie bei Ihrem Job auf den Kanaren nicht die Möglichkeit, sich Ihren Urlaub entgeltlich verrechnen zu lassen. Das heißt, dass Sie Ihren Urlaub nicht gegen die Zahlung einer Entschädigung auslassen können. Nicht genommener Urlaub verfällt am Ende des Kalenderjahres.

Die Regelungen im Punkt Sonderurlaub sind ein wenig positiver als in Deutschland. Sonderurlaub steht Ihnen zusätzlich zum normalen Urlaub zu, wenn es zu einschneidenden Änderungen in Ihrem Leben kommt. Dazu gehören Dinge wie die Hochzeit. Wenn Sie heiraten, dann stehen Ihnen nach spanischem Arbeitsrecht 15 Tage Sonderurlaub zu. Weitere Ereignisse für den Sonderurlaub sind die Geburt eines Kindes, für die es zwei Tage Sonderurlaub gibt. Todesfall in der Familie, hierfür stehen Ihnen vier Urlaubstage zu. Auch für einen Umzug ist möglich, dass Sie einen Tag Sonderurlaub erhalten.