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Die Beiträge zur Seguridad Social

Wie in Deutschland auch, werden die Beiträge zur Sozialversicherung bei Ihrem Job auf den Kanaren zur einen Hälfte von Ihnen getragen, zur anderen Hälfte von Ihrem Arbeitgeber. Ebenfalls gleich ist, dass Ihr Arbeitgeber die Beiträge zur beruflichen Unfallversicherung und gegen Berufskrankheiten alleine trägt. Die Zahlungen werden geschlossen durch den Arbeitgeber durchgeführt, der Ihren Anteil vom Lohn einbehält und anschließend an die Sozialversicherung überweist. Wenn dies nicht rechtzeitig geschieht, kann das sehr hohe Verzugszinsen von bis zu 35 Prozent für den Arbeitgeber bedeuten. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber im Falle eines vorübergehenden Engpasses einen Antrag auf Fristverlängerung stellt.

Die Beiträge zur Sozialversicherung werden jedes Jahr neu festgelegt. Das geschieht dadurch, dass ein neuer Prozentsatz zu jeder Form der Sozialversicherung festgelegt wird. Dieser Satz bildet die Grundlage für die Berechnung der Sozialversicherung in Spanien.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei die Belastung für den Arbeitnehmer in Spanien deutlich höher als in Deutschland, jedoch muss dazu bedacht werden, dass die Beitragsbemessungsgrenzen deutlich niedriger liegen. Wenn Sie auf Teneriffa, den Kanaren oder im restlichen Spanien arbeiten, dann muss Ihr Arbeitgeber, wie auch in Deutschland, Beiträge für die Folgenschäden aus Arbeitsunfällen und Berufskrank-heiten zahlen.

Auch Überstunden, die Sie in Ihrem Job auf Teneriffa ausüben, müssen über einen Sonderbeitrag mit abgedeckt werden. Die trifft immer dann zu, wenn Sie Ihre Überstunden aufgrund von strukturellen Erfordernissen oder höherer Gewalt machen müssen. Zu strukturellen Überstunden gehören Dinge wie zum Beispiel Produktions-spitzen oder unvorhergesehene Aufträge.

Anders als in Deutschland hat Ihr Arbeitgeber in Spanien die Möglichkeit, einen direkten Einfluss auf die Höhe Ihrer Sozialversicherungsbeiträge zu nehmen. Dies geschieht dadurch, dass er Leistungen für die medizinische Versorgung und der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit selbst übernehmen kann. Hierfür kann er entweder gegebenenfalls selber in Tasche greifen, oder er überlässt dies einer von ihm gewählten Versicherung. Der positive Nebeneffekt ist, dass auf diesem Wege sogar das spanische Sozialversicherungssystem entlastet wird.

Dazu ein Beispiel: Ihr Arbeitgeber oder seine Versicherung übernimmt für die Angestellten das Krankengeld. Da dies nun nicht mehr der Sozialversicherung zur Last fällt, verringern sich die Beiträge für die Krankenversicherung und für die Rentenversicherung.