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Die allgemeinen Pflichten des Arbeitgebers

Jeder Arbeitgeber muss sich vor der Ausführung seiner Tätigkeit in das Sozialversicherungssystem eintragen. Die Einschreibung wird über eine offizielles Formular bei der Dirección General de la Seguridad Social beantragt. Im Antrag muss der Arbeitgeber angeben, wie er sein Unternehmen gegen Berufskrankheiten oder Arbeitsunfälle versichert hat. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Variante ist die Versicherung über die staatliche Sozialversicherung. Die zweite Möglichkeit ist eine Versicherung über die Mutuas de Accidentes de Trabajo y Enfermedades Profesionales, welche in etwa mit den deutschen Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit vergleichbar sind. Wenn sich Arbeitgeber auf dieses Modell festlegen, müssen ausnahmslos alle Mitarbeiter auf diesem Weg versichert werden.

Zusätzlich zum Antrag auf Eintragung in das Sozialversicherungssystem benötigen Arbeitgeber als natürliche Person auch ihren Reisepass oder Personalausweis. Auch die Anmeldung zur Gewerbesteuer, Impuesto sobre Actividades Económicas, muss bei der Antragstellung vorliegen. Handelt es sich bei dem Arbeitgeber um eine juristische Personen, zum Beispiel Gesellschaften wie die S.L., so werden für die Antragstellung die steuerliche Identifikationsnummer, ein Handelsregisterauszug oder die Gründungsurkunde, sowie ein gültiger Personalausweis oder ähnliches vorgelegt werden.

Um in Spanien oder auf den Kanaren Arbeitnehmer zu beschäftigen, ist die Gründung einer spanischen Gesellschaft oder einer unselbstständigen Niederlassung mit Eintrag ins Handelsregister nicht notwendig. Hierfür müssen bei der Anmeldung zur Sozialversicherung Unterlagen vorgelegt werden, die das Unternehmen im Ausland und im Inland ausweisen. Hierzu gehören zum Beispiel die Einschreibung in das ausländische Handelsregister und die Steueridentifikationsnummer.

Es muss auch angegeben werden, welches die Aufgabe des Unternehmens ist. Kommt es im Unternehmen zu Änderungen, so müssen diese spätestens 5 Tage danach gemeldet werden. Das gilt auch für das Einstellen von Arbeitnehmern. Eine Ausnahme stellt hier der Wechsel der Arbeitsunfallversicherung dar. Kommt es zu einem solchen Wechsel, so muss dieser bereits 10 Tage zuvor gemeldet werden.

Als Arbeitnehmer bekommen Sie nach der Anmeldung Ihre Sozialversicherungs- nummer. Diese gilt für Sie ein Leben lang. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, Ihnen das für Sie bestimmte Anmeldedokument auszuhändigen. Sie können sich sogar selbst anmelden, wenn Ihr Arbeitgeber dies versäumt. Auch hat das Amt die Befugnis, die Angestellten zwangsanzumelden. Falls das Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber endet, so muss er dies ebenfalls spätestens 5 Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Sozialversicherung mitteilen.

Alle Arbeitgeber in Spanien sind dazu verpflichtet, dass sie ihre Angestellten im Libro de Matricula del Personal ab dem Arbeitsbeginn eintragen. Kommt es zu einer Inspektion durch die Arbeitsverwaltung  winken satte Strafen, wenn anwesende Angestellte nicht in diesem Buch gelistet sind. Arbeitgeber bekommen den vorgeschriebenen Vordruck bei den Inspecciones Provinciales de Trabajo y Seguridad Social.