Arbeitsvertrag

Natürlich steht vor Arbeitsbeginn auf Teneriffa der Arbeitsvertrag, den Sie mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber abschließen. Über 98% der seit 2008 unterschriebenen spanischen Arbeitsverträge sind befristet. Arbeitgeber in Spanien und auf den Kanaren bevorzugen diesen Weg, um so in der ersten Zeit sehen zu können, ob eine weitere Beschäftigung Sinn macht. Alle befristeten Arbeitsverträge müssen nach spanischem Recht schriftlich abgeschlossen werden. Sie sollten grundsätzlich auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen, auch wenn unbefristete Arbeitsverhältnisse in Spanien auch mündlich geschlossen werden können. Nur mit einem schriftlichen Arbeitsvertrag sind Sie in der Lage, im Nachhinein Ihre Ansprüche zu beweisen und geltend zu machen.

Ein befristeter Arbeitsvertrag muss in Spanien immer begründet werden. Das heißt, dass genau angegeben werden muss, warum der Arbeitsvertrag befristet sein muss. Die spanische Formulierung für diese Art des Arbeitsvertrages lautet „Contrato de obra o servicio determinado“. Anhand eines Beispiels wird am besten deutlich, warum befristete Arbeitsverträge geschlossen werden:

Auf Teneriffa und den übrigen Kanarischen Inseln besteht im Sommer eine sehr große Gefahr für Waldbrände. Daher werden in dieser Zeit oftmals zusätzliche Feuerwehrleute eingestellt, deren Arbeitsvertrag auf die gefährdete Zeit begrenzt ist. Das gleiche gilt zum Beispiel für saisongebundene Jobs im Bereich des Tourismus.

Das Fehlen der Begründung kann sich negativ für den Arbeitgeber auswirken. Das Arbeitsgericht kann entscheiden, dass es sich nicht um einen befristeten Arbeitsvertrag gehandelt hat und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit einer Entschädigung sanktionieren, die sich auf bis zu 45 Arbeitstage pro Arbeitsjahr beläuft. Zusätzlich dazu kann es zu Bußgeldstrafen kommen.

Es ist in der Vergangenheit leider immer wieder vorgekommen, dass die Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Finiquito unterschreiben lassen. Hierbei handelt es sich um eine Abschlussbescheinigung, mit deren Unterzeichnung Sie die Rechtmäßigkeit der Kündigung bestätigen. Sollte die Frage nach einer eventuell zustehenden Entschädigung noch nicht geklärt sein, so sollten Sie den Finiquito auf gar keinen Fall unterschreiben.